Donnerstag, 25. Juli 2013

An der Zeit.

Es ist an der Zeit, sich Gedanken über "danach" zu machen.
"The day after the birth" und noch weiter.
Der Moment, wenn Essen- und Zahnpasta-Gekleckertes nicht mehr für alle Welt sichtbar mitten auf dem Bauch landet sondern da, wo es bei allen anderen auch auftrifft: auf der Serviette im Schoß oder dem Hauspantoffel.
Der Moment, wenn ich nach Monaten im Stehen wieder auf meine Füße herabsehen kann.
Mit überschlagenen Beinen statt breitbeinig dasitzen.
Auf dem Bauch schlafen.
Meine Socken allein anziehen.
Mich im Sitzen nach einem herunter gefallenen Stift bücken, ohne danach asthmatisch japsend wieder aufzutauchen.

Aber auch die Zeit, wo niemand mehr im Bus für mich aufsteht.
Niemand, der mich mehr in der Kassenschlange im Supermarkt vorlässt, aus Angst, meine Fruchtblase könne gleich platzen.
Wo nichts mehr meinen Bauch von innen ausbeult.
Kein Wellenschlagen mehr zu einem regelmäßigen "Blubb" im Unterleib (Küken hat Schluckauf).
Kein hemmungsloses Eis-Essgelage um Mitternacht.
Niemand der sagt: "Ich bügel die Wäsche schon für dich, setz dich lieber hin".

Ich möchte gern, dass es endlich vorbei ist. Aber eigentlich auch nicht.
Ach man.