Samstag, 27. Juli 2013

...denn sowas lesen?

Baaah, diese Melancholie, die überall entlang tropft wie zähflüssige Grütze und versucht, alle inhaltslosen Löcher mit blumigen Metaphern zu kitten. Dieses rosarote Brillen-Gesülze und der zwanghafte Drang, in jeder Banalität die Besonderheit, die einzigartige Atmosphäre des Moments entdecken zu wollen. Ganz große Gefühle melodramatisch und vor Adjektiven strotzend; nur kommt man dabei nie zum Punkt. Seitenweise Umschreibungen ohne Wesentliches, nein, ohne überhaupt irgendetwas zu sagen.

Mein Gott, Kinders, es ist nicht alles immer nur Gefühl und zentnerschwere Gedanken und es gibt auch noch banale Momente, die einfach zu banal sind um aus ihnen auf Teufel-komm-raus literarisch wertvolles pressen zu können. Wer will denn sowas lesen?