Freitag, 6. Dezember 2013

Kriegsmüde.

Achtung!
Es gibt Texte, die meinen nicht das, was ihre Worte eigentlich sagen.
An alle, die den unten stehenden Text nicht richtig einordnen und auslegen können und deshalb wegen dem eindeutigen Bezug zum Zweiten Weltkrieg einen Herzkasper kriegen ("Die ist ein Nazi!"): calm down.
Ich bin im Geschichts-Leistungskurs und das kommt halt manchmal durch. 
Und außerdem ist der Test zum Thema erst zwei Tage her. 
Ich bitte vielmals um Verständnis.

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So langsam werden wir alle kriegsmüde. Der Kampfeswille, der uns all die Jahre angetrieben hat, ist gebrochen.
Sieben Jahre Kampf für das große Ziel. Der Endsieg. Schwebte die ganze Zeit als köstliche Verheißung über unseren Köpfen und bestimmte unser Tun und Handeln. Alles, was wir taten, hatte nur einen Grund: Die Erreichung von dem, was man uns von klein auf einflößte. Vorherrschaft. Triumph. Macht. Sie haben uns ihre Weisheit mit Löffeln zu fressen gegeben. Denn Wissen... ist Macht.
Cui bono?
Jetzt, wo der Sieg zum Greifen nahe scheint, schreien sie heißer ihre Durchhalteparolen gegen den Wind. Mobilisierung letzter Kräfte. Doch die ungeheure Front bäumt sich auf. Der gebrechliche Volkssturm wankt ihr entgegen, taumelnd, Sturmgewehre in den zitternden Händen.
Der Hunger kneift und furchtbar drücken die Kinderschuhe, aus denen wir doch eigentlich schon herausgewachsen sind.
Kämpfen sollen wir. Kämpfen, bis zum letzten Mann.
Bis nichts mehr da ist als ausgebrannte Häuser und ein Sieg, der bitter schmeckt.