Samstag, 5. April 2014

Steine.

Wohnungsbesichtigung.
Ein bisschen hatte ich gehofft, dass ich diese 64 m² sofort in mein Herz schließen, oder aber, dass ich sie schrecklich finden würde und mir nie im Leben vorstellen könnte, dort zu wohnen.
Nichts davon ist eingetreten.
Und das macht es nicht eben leichter.

Immer, wenn ich nicht weiter weiß, mache ich eine Liste.
Also machen wir eine Liste. Sammeln: Was spricht dafür, was dagegen?
Pro. Contra.
Und am Ende stehen auf beiden Seiten gleich viele Punkte.

Wir drehen uns im Kreis um unsere eigene Achse, endlos kreisen unsere Gedanken.

Auf meinen Schultern lastet die Verantwortung wie ein großer Mühlstein aus alten Zeiten, sodass es mich wundert, dass meine Füße beim Gehen nicht zentimetertiefe Löcher im Boden hinterlassen.

Sie erdrückt mich.
Ich kann sie nicht tragen.
Ich bin eingeklemmt wie ein kleiner Käfer unter dem Mühlstein. Verzweifelt versuche ich mich zu befreien, doch wie sehr ich mich auch mühe: im Fortstreben reißen nur Gliedmaßen und Flügel schmerzhaft aus meinem Körper.