Dienstag, 25. August 2015

Weltreise.


Neulich stolperte ich beim "Dönermann" über das Wort "Köfte". Seltsam bekannt und trotzdem konnte ich damit nicht allzu viel anfangen. Wikipedia erklärt mir Unwissender, es handele sich um würzige Hackbällchen, die in der gesamten südeuropäischen Küche und im Nahen Osten verbreitet sind. So. Und weil ich noch nach Fingerfood-tauglichen Gerichten für meinen ersten runden (hört hört!) Geburtstag suche - fand sich schnell diese zauberhaft leckere, milde (!) vegane Variante.

Zutaten für etwa 15-20 Stück:

  • 1 Zwiebel
  • 4 große Möhren
  • Staudensellerie, ca. 5 bis 6 Stangen inkl. Blättern
  • 3 bis 4 Scheiben Vollkornbrot (gern auch altbacken)
  • 250 g große weiße Bohnen (Abtropfgewicht, aus der Dose)
  • Olivenöl zum Braten
  • Gewürze: Garam masala (oder indische Mischung), Koriander, Kreuzkümmel
Zwiebel und Sellerie zunächst möglichst klein hacken und anbraten. Dabei Möhren schälen und raspeln und die Brotscheiben "mahlen". Dazu die Scheiben in einen Gefrierbeutel stecken, mit einer Hand zuhalten, mit der anderen kneten. Notfalls mit einem Fleischklopfer (oder anderem Schlaginstrument) bearbeiten bis nichts als Brösel übrig sind. Nein, einfache Semmelbrösel tun es übrigens nicht.
Möhren, Brotbrösel (was ein Wort!) und abgetropfte Bohnen unter die Zwiebel-Sellerie-Dingens mischen. Nun zerstampfen. Lieber T., für sowas braucht man zum Beispiel einen Kartoffelstampfer. Eignet sich hervorragend. Eine Gabel geht aber auch.
Eine klebrige Pampe entsteht. Juhu.
Mit den Gewürzen abschmecken: 1,5 TL Garam masala und je einen TL Koriander und Kreuzkümmel. Sollte so passen.

Daraus werden dann kleine Bällchen gerollt. Furchbar matschige Angelegenheit, weil die Pampe ähnlich gut an den Fingern klebt wie misslungener Pizzateig.
Am Ende alle Bällchen kurz in der Pfanne von allein Seiten anbraten.
Schmeckt warm und kalt.



Als Hauptgericht machen sie sich übrigens auch ganz ausgezeichnet. Da stellt sich allerdings die Frage nach Sauce und einer netten Beilage. Weil ich nicht so der Saucentyp bin, gab es bei uns Reis-ähnlich zubereiteten Amaranth. Das Inka-Getreide vom anderen Ende der Erde. Dazu später noch ausführlicher.
Saucentechnisch wäre wohl vegane Mayo oder irgendwas mit (Soja)Joghurt und Knoblauch geeignet - aber, wie geschrieben - von sowas bin ich persönlich nicht begeistert....