Dienstag, 16. Februar 2016

Kochen mit dem Saisonkalender, Fünf.

Weihnachten ist schon lange vorbei. Mittlerweile können wir wieder Rotkohl essen - und das sogar gern. Der ist immernoch im Saisonkalender für Februar und übrigens auch noch in "unserem" gut sortierten (und ständig neu sortierten, damit ständig unübersichtlichen) Supermarkt zu finden.

Mangels Alternativen an Wintergemüse, die das Kind ohne zehn "Was ist das?", "Das schmeckt nicht", "Das nicht!" verspeist, von Möhren und Kartoffeln mal abgesehen, gibt es das jetzt ganz schön oft bei uns: Mit Soja-Medaillons und Klößen. Im Salat. Als Rohkost. Zu Kartoffeln und Tofuschnetzeln...

Und weil mir das irgendwie zu konventionell-konservativ-öde ist: In Blätterteig!
Herzhafte Apfel-Rotkohltaschen mit Lauch-Champignon-Curry. Klingt genauso super, wie es ist.

Frau nehme:


Ich weiß. Das sind Frühlings-Lauch-Zwiebeln und nicht der Lauch, den ich eigentlich haben wollte. Den gab es aber irgendwie nicht, als ich den gern kaufen wollte. Man denke sich also den Lauch vom Saisonkalender.


Außerdem noch: Blätterteig (die fertigen Platten aus der TK-Truhe) und wer mag: Rosinen.

Die Taschen:

Einen halben Rotkohlkopf in Scheiben schneiden und in Salzwasser gar kochen. Nur mit Curry würzen. Und Salz. Ein gängiges Rotkraut mit Lorbeerblatt und Nelken passt irgendwie nicht zum Rest. Blätterteig-Platten antauen lassen und zu Quadraten halbieren. Schonmal den Ofen anmachen.

Die Quadrate auf einem Backblech positionieren und in jede Mitte ein Rotkrauthäufchen häufen. Wer Rosinen ebenso liebt wie das Kind (und die Mama), ist eingeladen, seine Leidenschaft auszuleben. Eine Kinderhand voll auf jedes Häufchen.
Gegenüberliegende Ecken aufeinanderdrücken und die Ränder schließen.
Rein in den Ofen. Ungefähre Backzeit: Curry-Zubereitungs-Länge.



Das Curry:

Den Lauch in Ringe schneiden. Die Champignongs in Scheiben. Und den Apfel in Stückchen.
Gemeinsam mit wenig Öl anbraten und mit ordentlich Curry, Salz, Pfeffer und ein bisschen Knoblauch abschmecken.



Die Taschen schmecken übrigens auch noch am nächsten Tag.
Kalt. Am PC. Vor dem Praktikumsbericht.
Somit studententauglich.