Montag, 21. November 2016

Herbst, verlass mich nicht! - Riotkuchen mit Kürbis.


Wir drehen eine Runde durch Hinterkaffhausen. Das heißt: Ich drehe. Das Kind lässt sich auf dem Bobbycar hinter mir herziehen wie Dresden-Touristen auf diesen unsäglichen Altstadt-Pferdekutschen-Touren. Ähnlich zufriedener Gesichtsausdruck.
Auf Höhe Ortsausgang plötzlich... die erste Weihnachtsdekoration im Fenster. Nee, echt jetzt? Ich überschlage eilig die Tage im Kopf. Noch 9 Tage bis zum ersten Dezember. Eine ganze Woche bis zum ersten Advent. Draußen Sonnenschein und neun Grad plus, ein milder Wind weht bunte Blätter auf den Gehweg.
Auf Instagram backen alle schon Plätzchen. Und wir? Kürbiskuchen.



Und zwar nicht irgendeinen und nicht allein für Kinderbauch und die Dehnungsstreifen-Leinwand.
Sondern ein "No Pegida"-Kuchen für all jene Menschen hinter dem Lautsprecherwagen, die allmontäglich rechtspopulistischen Thesen entschieden widersprechen. Die eine Plattform bieten, auf der es möglich ist zu zeigen, dass Dresden mehr kann als "Merkel muss weg!!!1elf". Nämlich bunt sein. Und vielfältig.
In ihrer Freizeit. Engagiert und motiviert. Mit bewundernswerter Durchhaltekraft, nur bisher leider ohne Kuchen. Letzteres sollte sich ändern, finde ich!




Deko-Vorschlag mit Lebensmittel-Goldglitter. Impliziert Wichtigkeit. Und Wertschätzung! Und irgendwie auch... äh, smash capitalism, eat all the profits. Oder so.



Kein Kuchen ist ein besserer Demo-Kuchen als dieser! Nur, Obacht bei der Zerteilung in Fingerfood-ToGo-Häppchen für den hungrigen Antifaschisten: Umgotteswillen kein Messer mit auf die Demo! Aber ein Pizzaroller, der geht voll klar. Just saying.


1 Kommentar:

  1. Habe damals ein Stück auf der Demo ergattern können und er war seee...hr lecker!! Insgesamt eine großartige Idee :) sowas haben diese Pegidioten nicht!!

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