Mittwoch, 29. November 2017

Vegan Pumpkinspice-Cheesecake für alle!


Ich häufe die Fotos auf meiner Festplatte an als wäre es meine Altersvorsorge. Andauernd werde ich um Rezepte für diesen und jenen Kuchen gebeten und bete dann freundlich lächelnd die URL zum mittippen herunter. Bis mir einfällt, dass ich das Rezept noch gar nicht geteilt habe.
Oh. Naja, aber schaus dir an, ist trotzdem nett. Äh.

"Du darfst die besten Rezepte gar nicht teilen! Stell dir mal vor, du eröffnest dann doch noch dein Café. Dann muss es auch sowas wie Geheimrezepte geben!", sagt jemand und nimmt sich noch ein Stück Kürbischeesecake, gleich mit den Händen von der Tortenplatte. "Ja, aber...", will ich aus Prinzip widersprechen, irgendwas von sharing ist doch caring und OpenSource und Rezeptwissens-Hierarchien abbauen. Dann fällt mir ein, dass das Argument sich ganz gut als Ausrede fürs Nicht-bloggen eignet, klappe den Mund zu und nicke zustimmend kauend.

Ach, alles Quatsch! Natürlich ist sharing = caring und würde es keinen Feedfeed und andere Vegan-Foodporn-Internetgeburten nebst geteilten Rezepten geben, ich hätte schon längst meine Überlebens-Motivation in dieser tristen grauen Welt verloren. Das schöne an Rezepten: Sie werden nie weniger, obwohl man sie teilt. *Herz-Emoji hier einfügen*

Damit: Vegan Pumpkinspice-Cheesecake für alle!
Kürbis-Käsekuchen ist mit Abstand die beste Idee, die ich jemals hatte. Dieser Kuchen ist nicht von dieser Welt. Ich möchte... eine lebenslange Partnerschaft mit ihm eingehen. Seit ich zum ersten Mal liebste Menschen mit zartorangenen Stücken segnete, ist mein Gruppen-Ansehen im Bereich "vegane Süßspeisen" um hundertfünfzig Prozentpunkte gestiegen. Pumpkinspice-Cheesecake wird alle deine Sorgen in Luft verwandeln. Zumindest ein Kuchenstück lang. Und vorausgesetzt, du magst Kürbis.



Für den Boden:
200 g Mehl
zwei-drei gehäufte EL Zucker
100 g Margarine
1/2 Pck. Backpulver

Für den Belag:
2 Tassen Kürbispüree, püriert mit Sojamilch
400 g Seidentofu
150 g Margarine
1 Pck. Vanillepuddingpulver
noch etwas Sojamilch
200 g Zucker
etwas Zimt


1. Die Zutaten für den Boden verkneten und eine normale Springform damit auskleiden. Auch am Rand hochdrücken. 

Danach den Ofen vorheizen.

2. Wenn man einen tollen Küchenmixer besitzt, so wie ich, dann schmeiße man ein paar Kürbisstücke, Margarine, Seidentofu und den Rest zusammen, etwas Sojamilch dazu und Anschaltknopf. Die Masse dann einfach nur auf den Boden gießen, sofern die Konsistenz stimmt.
Hat man keinen tollen Küchenmixer, püriert man Kürbis mit Sojamilch, schmeiße alle Zutaten zusammen (die Margarine empfiehlt sich geschmolzen unterzuheben), rührt mit einem Schneebesen mögliche Klümpchen weg oder hält den Pürierstab nochmal in die Gesamtmasse. Auch hier wird die Masse dann einfach auf den Boden gegossen.

3. Backen. Bei 150-180 Grad Umluft mindestens 60, meistens um die 90 Minuten. Nach der Hälfte der Zeit ist es ganz gut, den Kuchen mit Backpapier abzudecken, damit er obendrauf nicht zu dunkel wird.

4. Woran man merkt, dass er fertig ist? Schwierig. Am besten eine Uhr auf 60 Minuten stellen und dann die Konsistenz prüfen. Schwabbert es noch extrem beim Bewegen der Form, muss er noch länger backen.

5. Ganz wichtig: das Abkühlen! An einem kühlen Ort. Nicht der Kühlschrank, aber Fensterbrett oder Treppenhaus eignen sich. Alternativ eine Nacht Zimmertemperatur, danach noch ein paar Stunden Kühlschrank.
Generell gilt: Mindestens 9 Stunden zwischen backen und anschneiden.
Erfahrungswerte.
Vertraut mir einfach.


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